Mäckinger Brau-Manufaktur

Die Braustube

Westfalen war – und ist – eine Bierregion.

Bis in das 19. Jahrhundert hinein stellte man Bier fast ausschließlich für den eigenen Bedarf her.
Durch die Übernahme bayerischer Gärmethoden ab etwa 1840 konnte mit untergärigen Verfahren ein haltbares Bier gebraut werden, die Zahl der gewerblichen Brauereien stieg rasch an. 1860 gab es in Westfalen neben 2.044 Hausbrauereien 1.261 gewerbliche Betriebe zum Bierbrauen.
Moderne Kühltechniken und verbesserte Transportmöglichkeiten mit Eisenbahn und Kanalschifffahrt ermöglichten einen breiten Vertrieb.
Dortmund stieg zu einer Hauptstadt des Biers auf.

 

 

Das Jahr 1800

Johann Caspar Harkort IV. (1753–1818) aus der bekannten Unternehmerfamilie
und seine Ehefrau Henriette Catharina Elbers (1761–1837)
ließen das Gebäude 1800 bei Hagen-Haspe auf dem Gelände errichten,
auf dem 1832 die Harkortsche Fabrik gegründet wurde.
Sie gilt als Wiege der Industrialisierung des Ruhrgebiets.
Die Initialen des Erbauerehepaares finden sich über der Eingangstür.
Das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert als Brennerei, Speicher und Kelterei genutzt.
1970 kam es in das Freilichtmuseum.

Die Einrichtung
Im Erdgeschoss findet sich die rustikale Braustube.
Eine moderne Braueinrichtung ermöglicht es, handwerklich Bier nach zeitgemäßen Standards zu brauen.
Gebäude der Mäckinger Brau-Manufaktur

 

 

Gebäude der Mäckinger Brau-Manufaktur
Die heutige Brauerei an ihrem Originalstandort in Hagen Haspe auf dem Gelände der Firma Harkort, 1973.
Der Bruchsteinbau mit Eckverquaderung und einem holzverschindelten Steilgiebel ist eine architektonische Besonderheit für die Region Westfalen.
 

 

 
Das Vorbild für das heute als Brauerei und Braustube genutzte Gebäude stand bis 1974 auf Gut Harkorten in Hagen-Haspe.
Das Bauwerk wurde um 1800 errichtet und diente hauptsächlich als Branntwein-Brennerei.
Wilhelm Claas fotografierte die gesamte Anlage, auf der sich das Herrenhaus, ein Backhaus sowie mehrere Scheunen und Nebengebäude befanden.
Auf der Aufnahme aus dem Jahr 1939 liegt die damalige Brennerei versteckt hinter den Bäumen.
Gebäude der Mäckinger Brau-Manufaktur

 

 

Unser Logo

Logo der Mäckinger Brau-Manufaktur
Unser Logo zeigt das historische Gebäude von 1800.
Hier sind unser Sud-Haus und der Reife-Keller beheimatet.

 

 

Der Umzug im Jahr 1974

1974 wurde die Brauerei Stein für Stein abgebaut und fand im Freilichtmuseum einen neuen Platz.
In den Jahren danach wurde eine kleine altertümliche Brauanlage installiert, die jedoch nicht den gewünschten Zweck zur Herstellung von erstklassigen Bieren entsprach.
Mäckinger Brau-Manufaktur

 

 

90er Jahre

Brauanlage der Mäckinger Brau-Manufaktur
1998 investierte das LWL-Freilichtmuseum in eine neue Brauanlage mit der Kapazität von 1.000 Litern pro Sud. Dazu wurde die Energieseite erneuert wie Kälte und Dampf.
Gär- und Lagergefäße aus Edelstahl wurden eingebaut, um einen zeitgemäßen hohen Hygiene-Standard zu gewährleisten.

 

 

Seit Anfang 2016

Nach einem langen Produktionsstillstand seit 2008 wurde Anfang 2016 die Brauanlage wieder in Betrieb genommen durch die Brauer Axel Friedrich und Jochen Ebert.
Reparaturen und Modernisierungen wurden gemacht und im März 2016 der 1. Brautag gestartet mit dem 1. Sud des "Keller-Biers", welches im Laufe 2016 zu einem großen Erfolg für die Brauerei wurde. Mit einem 2-Jahres-Programm sollen Erweiterungen der Kapazität und Steigerung der Vielfalt und Qualität erreicht werden.
Vor der Braustube der Mäckinger Brau-Manufaktur
Top